Hallo J.
Ich habe mich dazu entschieden dir nun Briefe zu schreiben.
Nachdem ich dir heute erzählte wie schlecht es mir momentan geht, hast du von mir erwartet das ich dir alles sage. Es ist ja nicht so, das du nichts über mich weißt - wir kennen uns schließlich seit fast fünf Jahren. Aber du bist der Meinung es sei zu wenig. Ich finde du weißt das wichtigste. Du weißt immer wie es um mich steht und das muss doch reichen?!
Was soll ich dir mein Leid klagen, wenn es am Ende doch nichts bringt?
Du weißt das ich jede Art von Hilfe ablehne, egal ob professionell oder deine. Ich will niemanden belasten.
Aber lassen wir das.
Mir geht es heute gar nicht gut. Ich bin müde und ausgelaugt. Liegt möglicherweise daran das ich nur ca. vier Stunden geschlafen habe. Ich möchte am liebsten mein Bett nie wieder verlassen, einfach liegen bleiben.
Weißt du, es tut mir weh wenn ich dir sage das ich dich nicht sehen will, weil ich allein sein will. Ich will dich nicht abweisen, aber mir bleibt nichts anderes übrig. Du weißt wie ich in meinen Phasen bin.
Ich habe heute nicht viel nachgedacht, ich saß oder lag einfach nur rum. Meine Gedanken konnte ich nicht schweifen lassen. Sie drehten sich immerzu um dieses eine Verlangen.
Manchmal frage ich mich, ob auch andere Menschen merken wenn es mir schlecht geht.
Du sagst mir oft, dass sich viele um mich Sorgen machen, das sie dich darauf ansprechen.
Aber warum kommen sie nicht auf mich zu? Manchmal ärgert mich da, als ob du mein Aufpasser wärst.
Ich überlege schon die ganze Zeit, ob ich aufstehen soll um die kleine Schublade an meinem Schreibtisch zu öffnen. Ich könnte meine Oberschenkel mal wieder verzieren. Mal sehen, ob ich es schaffe aufzustehen.
Ich wünsche mir gerade das du hier bist um mich in den Arm zu nehmen und mich einfach festzuhalten.
Ich vermisse dich.
Gute Nacht und hoffentlich schläfst du gut,
K.
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